Trainingslager Pastrengo 2016

Tag 1 – Donnerstag 03.03.2016

Pünktlich um 5:15 Uhr haben sich alle Spieler und Funktionäre am Sportplatz in Otting eingefunden. Einer kurzen Ansprache über den Ablauf der Fahrt folgte die Abreise in drei Neunsitzern und einem Pritschenwagen bei starkem Schneefall. Dieser war aber schon vor der ersten Grenzüberquerung in Kiefersfelden komplett verschwunden und so konnte man das erste Teilstück bis zum Halt kurz nach dem Brenner in zügigem Tempo durchfahren.
Nach einer kurzen Kaffeepause ging es auch schon weiter und so wurden die insgesamt ca. 440 Kilometer bis zum Ziel in etwas mehr als fünf Stunden zurückgelegt.

Der Freude über die schnelle und unproblematischen Anreise folgte dann bei er Ankunft die erste Ernüchterung. Das Wetter: kalt, windig und nass! Das Hotel: nicht mehr das Neueste.
Hier möchte ich aber gleich ein kleines Fazit vorweg nehmen: Auch wenn die Räumlichkeiten nicht mehr taufrisch waren, haben sich das Essen, die Freundlichkeit und der Service vom Personal und die Sauberkeit sehr wohl eine lobenswerte Erwähnung verdient!

Nach einer netten Begrüßung der Hotelchefin wurden gleich die Doppelzimmer bezogen und das erste Mittagessen zu sich genommen.
Die Hauptspeise war sehr gut, auch wenn es unterschiedliche Meinungen gab um welches Tier es sich genau gehandelt hat. Vorspeise war wie bei den Mahlzeiten an den Folgetagen auch Nudeln mit variierender Sauce.

Am Nachmittag stand dann die erste Trainingseinheit an. Weil der lokale, nur ungefähr 100 Meter vom Hotel entfernte Naturrasen laut unserer Platz-Scouts Helmut und Bernd eher einem Sumpfbiberreservat als einem Fußballplatz glich, mussten wir auf den Kunstrasenplatz im ungefähr 9 Kilometer entfernten Pescantina ausweichen. Da das Wetter während unserem Aufenthalt nicht wirklich besser wurde, ist uns dieser Platz dann auch für alle anderen Einheiten geblieben.
Die erste Anfahrt nach Pescantina glich dann einer Sightseeingtour. Auf die Navis angewiesen, lieferte jedes der vier Geräte eine andere Route. Angekommen sind schlussendlich Alle und von der Altstadt hat man auch noch was gesehen.
Am Kunstrasen gab es nicht viel auszusetzen, auch wenn man schon mal Bessere gesehen hat. Auf jeden Fall besser als die Sumpfbiber in ihrer Winterruhe zu stören.
Nach dem Training wurde dann die Zeit bis zum Abendessen mit Kartenspielen oder Konsolenspielen überbrückt. Dasselbe mit der Zeit zwischen Essen und zu Bett gehen.

 

Tag 2 – Freitag 04.03.2016

Der Freitagmorgen zauberte jedem gleich ein Lächeln ins Gesicht, denn ein Frühstück bei strahlendem Sonnenschein versprach wärmere Temperaturen als am Vortag.

Unter zuhilfenahme der Navis wurde wieder der Kunstrasen in Pescantina angesteuert. Nach ein paar Kilometern trennte sich unser Zug auf, weil manche Fahrer mit den Anweisungen der Navigationsgeräte gar nicht einverstanden waren. Andere kamen dafür in den Genuss wieder neuer Straßen, Spitzkehren und sehr enger, einspuriger Brücken. Am Ende führten aber wieder alle Wege nach Pescantina. Das ist da anscheinend ein bisschen wie mit Rom.

Nach einer Einheit bei Sonne und angenehmen Temperaturen ging es wieder zurück ins Hotel zum Mittagessen.
Dort hat unser erkrankter Neuzugang Vladi den Vormittag über schon auf sein Taxi in Richtung Heimat gewartet und nach dem Essen zusammen mit seiner hilfsbereiten Mutter die Heimreise begonnen.
Am Nachmittag fing die Sonne dann an, sich hinter einer Wolkendecke zu verstecken.
Das bedeutete für alle Sporttreibenden wieder kühlere Temperaturen und so hat sich gleich ein ganzer Bus nach der zweiten Einheit des Tages in eine Therme verabschiedet.
Rechtzeitig zum Abendessen war unsere Reisegesellschaft aber wieder vollzählig. Nach dem Essen hat sich überraschender Weise nur noch eine Gruppe zum Kartenspielen gefunden. Der Rest verschwand schnell auf die Zimmer. So ein ganzer Trainingstag fordert eben seinen Tribut.

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Tag 3 – Samstag 05.03.2016

Eine dicke Wolkendecke am Himmel und ein kalter Wind versprachen einen eher ungemütlichen Tag.
Schon Gestern hat man sich mit dem Testspielgegner TSV Öttingen darauf einigen können, das eigentlich für 18.00 Uhr angesetzte Testspiel auf 11.00 Uhr Vormittag zu verlegen.
Beide Vereine hatten ein nämlich ein großes Interesse daran, am Abend das Spitzenspiel Dortmund – Bayern am Fernseher mitzuverfolgen.
Durch diese Planänderung fielen für unsere Mannschaft beide Einheiten auf den Vormittag. So wurde von 9.00 Uhr bis 10.30 Uhr trainiert und ab 11.00 Uhr gespielt.

Vom Spiel selbst gibt es wenig zu berichten. Die Partie hatte wenig spielerische Höhepunkte – beide Mannschaften versuchten es über den Kampf. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gerieten wir zur Mitte der zweiten Halbzeit in Rückstand. Andi Sommer sorgte per Handelfmeter zwischenzeitlich für den Ausgleich und Hannes Eder schloss einen der wenigen sehenswerten Angriffe kurz vor Ende der Partie zum 2:1 Endstand trocken ab.

Den durch die Spielverlegung erhaltenen freien Nachmittag nutzten die Spieler und Funktionäre auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
Ein paar Spieler starteten auf den mitgebrachten Spielekonsolen ein internes FIFA-Tunier, ein Neunsitzer fuhr zur Therme die einige Andere am gestrigen Tag schon besucht hatten und wieder Andere suchten schon die ersten Kneipen in der Umgebung.

Von Anfang an hatte die Planung für den Samstagabend einen Mannschaftsabend vorgesehen. Eine passende Pizzeria in Bardolino konnte schon am Tag zuvor durch die nette Empfangsdame reserviert werden. Schwieriger gestaltete sich die Suche nach einer Sportsbar die das Spitzenspiel der Bundesliga überträgt.
Zu unserem Pech spielten nämlich Zeitgleich zu den Bayern die beiden großen Vereine der Region, Hellas Verona und Chievo Verona. Und deren Partien wurden natürlich bevorzugt im TV übertragen.
So kam es, dass unsere italienische Empfangsdame fünf verschiedene Sportbars kontaktieren musste, bis sie vermeintlichen Erfolg melden konnte. Ein Lokal im 7 Kilometer entfernten Sant’Ambrogio di Valpolicella sagte schließlich zu, wir könnten bei ihnen Bundesliga schauen.
Für die Anfahrt nach Sant’Ambrogio wurden wieder die Navis programmiert und so brauchte man für 7 Kilometer ca. 25 Minuten.
Dort angekommen, konnte sich der Lokalbesitzer aber nicht daran erinnern, dass wir ein deutsches Fußballspiel sehen wollten. Er zeige weiter italienischen Fußball.
Also alle 25 Mann wieder raus aus dem Lokal und ab nach Bardolino wo wir später sowieso zu Abend essen wollten. Schon während der Fahrt dort hin haben einige Smartphonebesitzer die Gastronomie „Speckstube“ in Bardolino ausfindig gemacht. Dort solle wohl deutscher Fußball übertragen werden. Und sie hatten recht.
Im schon sehr voll besetzten Lokal in dem noch zwei weitere Vereine vor Ort waren wurde das Topspiel der Bundesliga übertragen.
Nach einer kurzen Diskussion mit dem Besitzer konnte man die noch freien aber eigentlich reservierten Plätze besetzen und das Spiel zu Ende schauen.
Dank der feschen Bedienungen hatten auch die Leute was zu gucken, die sich fürs Fußball weniger interessiert haben. Es war also für Alle was geboten.

Im Anschluss steuerte dann die hungrige Meute in die Altstadt Richtung Seeufer zur Loggia Rambaldi. Dort hatten wir 25 Plätze reservieren lassen.
In diesem typisch italienischen Lokal konnte Jeder seine kulinarischen Vorlieben ausleben. Die Stimmung bei Pizza, Bier und Wein war gelassen und allgemein machte sich eine gewisse Entspannung breit, war doch das Ende des Trainingslagers in Sicht.
Am Ende des Abends konnte man schließlich bis auf einen kleinen Ausreissertrupp komplett die Rückfahrt antreten. Ein paar Gruppierungen trafen sich noch auf ihren Zimmern, die Meisten gingen aber sofort ins Bett.

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Tag 4 – Sonntag 06.03.2016

Am letzten Tag stand nochmal eine Training auf dem Programm.
Nach dem Frühstück war es an der Zeit wieder die Koffer zu packen und das Gepäck in den Fahrzeugen zu verstauen, schließlich wollte man die Heimreise direkt vom Trainingsplatz aus antreten.
Die Anfahrt zum Kunstrasen nach Pescantina funktionierte mittlerweile gut und sogar ohne Navi. Immerhin.
Die äußeren Bedingungen für die letzte Einheit waren neblig und kühl. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen zeigten sich aber alle Spieler nochmal sehr engagiert.
Mehrere verschiedene Spielformen, ein Torschusswettbewerb in Gruppen und natürlich das obligatorische Abschlussspiel füllten das gut eineinhalb Stunden dauernde Training aus.

Nach dem Duschen ging es dann ohne Umwege direkt auf die Autobahn in Richtung Heimat.
Ein erster Zwischenstopp auf einer italienischen Raststätte nach ungefähr 100 Kilometer zeigte dann, dass es mehrere Vorstellungen von der idealen Heimfahrt gab.
Für Einige stand fest, ohne weiteren Zwischenstopp nach Hause zu fahren. Andere wiederrum wollten sich den Abschluss des Trainingslagers mit einem Besuch bei einem Fastfood-Laden ihrer Wahl veredeln.
Um allen Wünschen gerecht zu werden hat man sich dazu entschieden, den Konvoi ab der angesprochenen Raststätte aufzutrennen.
Auf diese Weise kamen die vier Fahrzeuge verteilt auf eineinhalb Stunden nachmittags nacheinander wieder in Otting am Sportplatz an und die Spieler machten sich allein oder in Fahrgemeinschaften auf den Heimweg.

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Dankesworte

Eine Unternehmung wie dieses Trainingslager organisiert sich nicht nebenbei und ist immer mit einer Menge Arbeit verbunden. Die Mannschaft möchte daher die Möglichkeit nutzen, um sich bei verschiedenen Stellen zu bedanken.

Anfangen möchten wir bei unserem Trainierteam Bernd Vetter, Helmut Brandmayer und Engelbert Spiegelsberger. Die Organisation des Trainingslagers benötigt zweifellos die meiste Zeit und das dickste Nervenkostüm.
Beim Verein möchten wir uns für die finanzielle Unterstützung in Sachen Fahrtkosten bedanken. Bei vier Fahrzeugen kein zu verachtender Posten.
Stichwort Fahrzeuge: Ein großes Dankeschön an die Firma TTB in Person von Simon Maierhofer der uns kostenlos einen Pritschenwagen zur Verfügung gestellt hat. Den Firmen Seat Beer in Waging und Lamminger in Teisendorf gilt ebenso ein Dank für das Bereitstellen der Busse.
Zu aller Letzt noch ein Dank an unsere vier Fahrer Hansi Heigermoser, Andi Bösch, Michi Dandl und Peter Frisch. Schön das ihr bereit wart diese Verantwortung zu übernehmen.